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| Die Jagd auf Bergzebra in deren natürlichen Vorkommensgebieten ist immer mit eindrucksvoller, rauher Landschaft verbunden. Die Jagd ist interessant und meist körperlich anspruchsvoll. Die Abneigung vieler deutscher Jäger gegen die Zebrajagd ist für mein Empfinden unbegründet. Zebras stehen meist in Familienverbänden von 5-8 Tieren an schroffen Berghängen. Obwohl sie im Geröll bei weitem nicht so gut klettern können wie beispielsweise Kudus, folgen sie doch ihren Wechseln bis auf die höchsten Gipfel. Bei der Jagd im Gebirge sollte man den Zebrawechseln folgen und wird so immer den einfachsten Weg an den steilsten Hängen und durch die wildeste Blockpackung finden. Am
Beginn der Regenzeit sieht man häufig größere Zebraherden. Normalerweise
besteht eine Gruppe jedoch aus einem starken Hengst mit drei bis vier
Stuten und deren Fohlen. Der Hengst ist auf eindrucksvolle Weise um
den Zusammenhalt seines "Clans" bemüht. Er bleibt zurück und kehrt
immer wieder um, um verletzte Stücke zum Rudel zurückzuführen. Auch
bildet er immer die Nachhut und sichert ständig zurück. Bei hoher
Bestandsdichte schädigen Bergzebras die Weide stark. Sie äußern -
vor allem nachts - ein bellendes, kicherndes Wiehern. Bei Gefahr ein
gepreßtes, pfeifend ausklingendes Warnschnauben. Zebras nehmen mit
Vorliebe Staubbäder. Da diese immer an bestimmten Stellen genommen
werden, entstehen tiefe, runde Kuhlen im Boden. Die sogenannten "Hexenringe"
am Marienfluß könnten durchaus von alten Zebrasuhlen stammen.
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