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Die Jagd auf Springböcke in deckungsarmer, ebener Landschaft ist möglicherweise
das schwierigste und reizvollste Jagderlebnis Namibias. Darüber hinaus
sind Springböcke außerordentlich schöne und grazile Tiere.Ein in Alarmbereitschaft
versetztes Springbockrudel ist ein faszinierender Anblick. Mit entfaltetem
"Prunk" (eine Rückenfalte mit langem weißem Haar, welche im Ruhezustand
nur ein schmaler weißer Strich ist, entfaltet jedoch den gesamten Rücken
mit blütenweißem, wehendem Haar bedeckt) vollführen vor allem die jüngeren
und die weiblichen Tiere eine Reihe hoher Prellsprünge mit gekrümmtem
Rücken und steif wirkenden Läufen und zu den Vorderläufen herabhängendem
Kopf. Häufig wird der Kopf bei aufeinanderfolgenden Sprüngen abwechselnd
etwas zur einen, dann wieder zur anderen Seite geneigt. Dann folgt ein
kurzer Trab mit steifen, gestreckten Läufen, wobei der Kopf immer wieder
rythmisch zu Boden geneigt wird, bevor das Tier wieder in eine Reihe
Prellsprünge übergeht. Die alten Böcke begnügen sich meist, ihrer Würde
entsprechend, (und nicht weniger elegant) mit dem Paradetrab, wobei
das Haupt zu Boden geneigt wird. Springböcke bevorzugen flaches, sehr
offenes Gelände und sind vor allem in den halbwüstenartigen Gebieten
des Südens und Westens beheimatet. Sie kommen teilweise auch in den
weiten Kalkpfannenebenen des Ostens und Nordens vor. Sie sind sehr scharfäugig
und haben meist eine weite Fluchtdistanz. Sie leben häufig in Rudeln
von 10 bis 30 Tieren, bei denen meist nur ein erwachsener Bock steht.
Periodisch schließen sich diese Rudel immer wieder zu riesigen Herden
von Hunderten und sogar Tausenden von Tieren zusammen. Im vorigen Jahrhundert
fanden noch riesige Wanderungen von sog. |